Gewaltsame Ausschreitungen bei Volksfest in Schorndorf

Montag, 17 Jul, 2017

Randale, Angriffe auf die Polizei und sexuelle Übergriffe: Am Wochenende ist die Lage auf einem Straßenfest in Schorndorf in Baden-Württemberg eskaliert. Bis zu tausend Jugendliche - laut Polizei überwiegend mit Migrationshintergrund - randalierten am Samstag bei einem Volksfest und attackierten anschließend die einschreitenden Beamten. Der Anteil von Migranten innerhalb der randalierenden Gruppe habe unter 50 Prozent gelegen, die Aggression gegenüber der Polizei sei neu und erschreckend. Als Hauptproblem nannte der Polizeisprecher den Alkoholkonsum der Jugendlichen. Es kam auch zu Körpverletzungen und sexuellen Übergriffen. Als ein Tatverdächtiger wegen gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte sich dieser der Festnahme. Der Großteil der Personen hatte Migrationshintergrund, heißt es von Seiten der Polizei. Daraufhin wurden sie weiterhin mit Flaschen beworfen. Wie der SWR unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, sollen einige von ihnen mit Messern bewaffnet gewesen sein.

Eine Gruppe, die am Alten Friedhof unterwegs war, soll zudem einenSchuss in die Luft abgegeben haben. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten die Personen nicht mehr antreffen.

Die Unruhestifter haben außerdem zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Graffiti besprüht, ein Einsatzfahrzeug durch ein Flaschenwurf beschädigt und an sechs Fahrzeugen die Kennzeichen abmontiert und gestohlen. Im Verlaufe der Nacht mussten zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Landkreisen angefordert werden, um dem massiven Aggressionspotential begegnen zu können. Dabei wurde in einem Fall ein Iraker als Verdächtiger ausfindig gemacht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Während des Festes wurden den Angaben zufolge zudem mehrere Körperverletzungen angezeigt.

Ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Aalen sagte, man wolle Flüchtlinge keinesfalls unter einen Generalverdacht stellen, es habe sich um eine Minderheit gehandelt, die sicher nicht für die Mehrheit der Flüchtlinge stehe.